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Friedel-Brause - Friedel SchokoladeFriedelFRIGEO

Robert Friedel G.m.b.H Stuttgart-Bad Cannstatt
Ursprünglich als "Friedel-Brause" bekannt, erfrischt
sie ab 1932 als "Frigeo Ahoj-Brause".
1952 entstand ein neues großes Werk in Remshalden,
1955 wurde die Produktpalette mit Bonbons und Stangen erweitert und der Brause-Puffreis kam hinzu.
Seit 2001 ist die Frigeo Vertriebsgesellschaft marktführend für Brause Produkte,
seit 2002 gehört Frigeo zu Katjes.


Im Jahr 1925 erwarb die Robert Friedel GmbH das Gebäude Ecke Mercedes-/Kegelenstraße in Stuttgart-Cannstatt und produzierte aus Natron und Weinsäure „das Brauselimonadenpulver für alle Bevölkerungsschichten“, das 1930 den Namen „Frigeo Ahoi Brause“ erhielt und unter diesem Namen heute noch bekannt und beliebt ist. Während des Krieges produzierte Friedel ausschließlich für die Wehrmacht. Wie viele andere wurde auch dieses Gebäude im Krieg zerstört und danach wieder aufgebaut, doch 1952 zog der Betrieb nach Remshalden um und gehört seit der Insolvenz 2002 zum Katjes-Konzern. Das ehemalige Fabrikgebäude wird nun von verschiedenen Künstlern genutzt, aber diese müssen sich jetzt eine neue Bleibe suchen, da das Gebäude modernisiert und teilweise abgerissen werden soll.

AHOJ - Brausepulver-Hersteller Frigeo pOSTKARTE

Seit über 80 Jahren stellt Deutschlands erster und einziger Brausepulver-Hersteller Frigeo aus Remshalden, die unvergleichliche Ahoj-Brause her

AHOJ

Dieses Kribbeln im Bauch...

Generationen von Kindern haben sich die Zunge prickelig geschleckt an dem fruchtigen  Brausepulver, dessen Erfolgsgeschichte 1925 in Stuttgart begann. Damals erfand der Kaufmann Theodor Beltle den einfachen Limonadengrundstoff, der sich mit frischem Wasser blitzschnell zu einem schmackhaften und günstigen Erfrischungsgetränk mischen lässt. Es war die Geburtsstunde des Unternehmens Frigeo und des kleinen, die Ahoj-Flagge schwenkenden Matrosen, der auch heute noch die knallbunten Brausetütchen ziert. Die Brause entwickelte sich schnell zu einem beliebten Volksgetränk. In seinem 1959 erschienenen Roman „Die Blechtrommel“ beschreibt Günter Grass eine bizarre erotische Szene, in der die Hauptperson Oskar Matzerath aus dem Bauchnabel eines Kindermädchens Ahoj-Brause schleckt. Mit dem Erfolg des Buches, und mehr noch durch die Verfilmung, für die Regisseur Volker Schlöndorff 1980 den Oscar bekam, wurde das prickelnde Pulver endlich auch über Deutschlands Grenzen hinaus bekannt. Ein Ende der Ahoj-Begeisterung ist nicht in Sicht.

Ahoj-Brause erlebt ein gewaltiges Comeback. Bei Deutschlands einzigem Brausepulver-Hersteller Frigeo laufen jährlich über 100 Millionen Tütchen Brausepulver vom Band. Die prickelnde Schleckerei aus Urgroßvaters Zeiten, die im Wesentlichen aus Natron, Weinsäure und Zucker besteht, ist nicht nur etwas für Kinder: Nie zuvor wurde so viel Brausepulver an Erwachsene verkauft.

Nostalgie? Mag sein. Auf alle Fälle treibt die Freude am süßen und doch erfrischenden Geschmack Frigeo zu immer neuen Produktionsrekorden. Die knallbunten Tütchen, auf denen der blaue Matrose seit 1925 dieselbe Fahne schwenkt, sind von Kindergeburtstagspartys ebenso wenig wegzudenken wie aus gar nicht jugendfreien nächtlichen Vergnügungen in Verbindung mit alkoholischen Getränken. Auch Brause-Cocktails mit Eis, Früchten, Milch oder Kaffee gelten inzwischen als kulinarische Köstlichkeiten, ganz zu schweigen von den leckeren „Bitzel-Brause-Kuchen“. Egal wie man als Erwachsener seine Ahoj-Brause genießt: Wer sich die bunten Kristalle aus der Hand leckt, schwelgt bald in Erinnerungen an Zeiten, in denen die Sommer immer warm und die Schlangen vor den Freibadkiosken lang waren.

Friedel
Friedel Fabrikgebäude am Cannstatter Wasen - Kegelenstraße 5, Stuttgart - Bad Cannstatt

Friedel Brause 1935

Am Anfang war die Trinktablette

Die Geschichte des Brause- pulvers beginnt im Januar des Jahres 1925. Der Stuttgarter Kaufmann Theodor Beltle erfindet einen einfachen Limonadengrundstoff, der sich zusammen mit frischem Wasser in Sekundenschnelle zu einem schmackhaften kohlensäurehalti- gen Erfrischungsgetränk mischen lässt. Gemeinsam mit seinem Schwager Robert Friedel gründet er das Unternehmen Frigeo und beginnt in Stuttgart mit der Herstellung von Trinktabletten in den Geschmacksrichtungen Zitrone und Orange, die sich als praktische und preisgünstige Alternative zu den üblichen Limonaden durchsetzen. Die Brause hat sich bereits zu einem beliebten Volksgetränk ent- wickelt, als Anfang der 1930er Jahre die zweite Generation in den Handel kommt: Die Brause in Pulverform löst die Tabletten ab. Es ist einfacher zu handhaben und verwandelt Wasser noch schneller in Limonade. Beltle ergänzt die bekannten Geschmacksrichtungen noch um Waldmeister und Himbeere – das „klassische Quartett“, das sich bis heute gehalten hat, ist komplett. In den folgenden Jahren wächst die Nachfrage ständig, Brause wird an Kiosken, vor Schulen und beim Bäcker angeboten.

Frigeo

Nach dem Tod Robert Friedels im Jahr 1937 führt Theodor Beltle das Unternehmen alleine durch die ersten Kriegsjahre, später kommt die Produktion zum erliegen. Im Nachkriegs-Deutschland läuft die Produktion zunächst schleppend an, doch bereits 1948 erreicht sie Vorkriegskapazitäten.
Im Jahr 1953 ist die Krise längst überwunden, die Brause-Produktion wird in größere Hallen in Remshalden-Geradstetten verlegt. Zu dieser Zeit führen bereits Beltles Söhne Theodor junior und Robert das Familienunternehmen. Mit dem „Brauselolly“ landet Frigeo in den 1970er Jahren einen weiteren Verkaufshit, neue sprudelnde Ideen kommen immer wieder dazu.

Wie das Pulver zur Ahoj-Brause und international berühmt wurde

In Remshalden sind heute rund 100 Arbeiterinnen beschäftigt. Das Brausepulver verlässt die Mischmaschinen durch große, trichterförmige Behälter. Über bunte Schläuche gelangt es schließlich zu den eine Etage tiefer gelegenen Verpackungsmaschinen, wo das Pulver in die bekannten Tütchen gefüllt oder auf rotierenden, mit Pressformen bestückten Platten verdickt und zu „Komprimaten“ verpresst wird. Liegt die fertige Ware auf den Transportpaletten, dominieren die Farben des kleinen Ahoj-Matrosen: blau und weiß. Zu Beginn des Sommers stapeln sich im Lager die Kartons meterhoch – dann schrumpfen die Bestände schnell. „Es kommt vor, dass innerhalb von zwei Wochen die Produktion eines halben Jahres verkauft wird“, sagt Javier Millán vom Marketing der Katjes-Gruppe, zu der Frigeo seit einigen Jahren gehört.

Brause
     „Ahoj“, eine Abwandlung des Matrosengrußes „Ahoi“ – der sich laut dem Berliner Museum der unerhörten Dinge Anfang des 17. Jahrhunderts, aus dem Tschechischen kommend, unter Seeleuten verbreitete – steht bei Frigeo für Neugier und Lebenslust. Lebenslust und bizarre Erotik sind es auch, die Günter Grass in seinem 1959 erschienenen Roman „Die Blechtrommel“ beschreibt, als er den kleinen Oskar Matzerath Himbeerbrause aus dem Bauchnabel seines Kindermädchens Brause schlecken lässt. Mit dem literarischen Weltruhm des Romans und, mehr noch, mit der Verfilmung, die Volker Schlöndorff zwanzig Jahre später den Oscar einbrachte, wurde auch das prickelnde Pulver endlich auch über Deutschlands Grenzen hinaus bekannt. Danach wurde die Brause von anderen Produkten etwas in den Hintergrund gedrängt, bis der Retrokult „Ahoj“ wieder in aller Munde brachte. „Mach was Prickelndes“ lautet der aktuelle Frigeo-Slogan, prominenter Werbeträger im TV-Spot ist der Entertainer Hape Kerkeling.

     Inzwischen werde Brause wieder ausdrücklich für Kinder gemacht, erklärt Javier Millán. Cocktail- Brausepulver-Mischungen wichen dem koffeinfreien Cola-Brausepulver und neuen Geschmacksrichtungen wie Banane, Pfirsich und Erdbeere. Auch Traubenzucker-Bärchen stehen bei den Kindern hoch im Kurs und werden in Remshalden „am laufenden Band“ produziert. Wer übrigens Gelegenheit hat, das Frigeo-Werk zu besuchen, wird beeindruckt sein: Die Fassade in Remshalden schmückt ein haushohes, denkmalgeschütztes Außenwandmosaik, das ein überdimensionales Brauseglas unter dem Frigeo-Stern zeigt.

zk-som
Quelle: Wirtschaftsförderung in der Region Stuttgart - 29.06.2006
http://six5.region-stuttgart.de/sixcms/detail.php/251023

FRIGEOFRIGEO 1930FRIGEO
FrigeoFrigeoFrigeo
Frigeo-Werbepostkarten aus den 1950er Jahren
  • Frigeo Vertriebsgesellschaft mbH
    73630 Remshalden bei Stuttgart
    Tel. 07151-70930, Fax 07151-709310
    E-Mail info@frigeo.de
    www.ahoj-brause.de
  • FRIGEO - Brauseartikelproduktion
    - Frigeo-Werk Beltle GmbH (Remshalden/Rems-Murr-Kreis)
  • FriedelFRIEDEL - Schokoladenherstellung von saisonalen Süßigkeiten, etwa Osterhasen oder Weihnachtsmännern. an zwei der drei Firmenstandorten:
    bis 2002 Robert Friedel GmbH in Rommelshausen (Kernen, Rems-Murr-Kreis) und
    - Friedel Süßwaren GmbH in Wernigerode (Sachsen-Anhalt)
    Die Wergona Schokoladen GmbH Wernigerode (Landkreis Harz), hauptsächlich in Besitz der aus Magdeburg stammenden Gesellschafterin Monika Cersovsky, begann die Produktion 2002 mit den Anlagen des insolventen Unternehmens Friedel. Dieses hatte die DDR Firma Argenta nach der Wende übernommen.
  • Markenbesitzer FRIEDEL heute: Rübezahl Schokoladen GmbH · Dieselstraße 9 ·
    D-73265 Dettingen/Teck - http://www.rk-schoko.de/
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