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"Ich träumt in seinem Schatten so manchen süßen Traum . . ."

Lohnendes Ausflugsziel mit Baumruinen:
Die "Sieben Linden" oberhalb von Uhlbach 7-Linden

In der Broschüre "Naturdenkmale in Stuttgart" sind die schönsten Naturdenkmale Stuttgarts aufgelistet und beschrieben. Eine Liste, auf der die "Sieben Linden", das beliebte Ausflugsziel oberhalb von Uhlbach, an dem noch vier der sieben Linden prima erhalten sind, natürlich nicht fehlen dürfen.

UHLBACH - Die "Sieben Linden" oberhalb von Uhlbach sind seit langem ein bekanntes Ausflugsziel. Ursprünglich waren es sieben alte Linden, die den Waldrand am "Tor" säumten. Heute sind noch vier der knochigen Riesen erhalten, zwei davon als Baumruine. Schon im Jahr 1943 wurden die "Sieben Linden" als Naturdenkmale ausgewiesen.
In den 1960er Jahren kränkelten sie und mussten zum Teil gefällt werden. Doch vier Exemplare haben sich bis heute prima erhalten.

Die abgegangenen Linden wurden durch junge ersetzt, die sich bereits zu ansehnlichen Bäumen entwickelt haben. Da es bei ihnen aber nicht um dieselbe Lindenart wie bei den ursprünglichen Bäumen handelt, sollen sie ersetzt werden. Derzeit wird aus den uralten Linden genetisch gleiches Material zum Nachpflanzen gewonnen, wie Autorin Ulrike Kreh herausgefunden hat.

7-LindenBei den "Sieben Linden" handel es sich um Winterlinden (lateinisch Tilia cordata), der neben der Sommerlinde am weitesten verbreiteten Lindenart in Mitteleuropa. Beide Arten sind nicht nur in den Wäldern häufig. Sie werden wegen ihrer markanten Erscheinung auch gerne als Zierbaum und zum Gedenken an besondere Persönlichkeiten oder geschichtliche Ereignisse gepflanzt.

Man denke auch an das Volkslied "Am Brunnen vor dem Tore, da steht ein Lindenbaum, ich träumt in seinem Schatten so manchen süßen Traum. Ich schnitt in seine Rinde so manches liebes Wort. Es zog in Freud und Leide zu ihm mich immer fort." Linden, die aus solchem Holz geschnitzt sind, stehen auch bei den "Sieben Linden". Die haben einiges erlebt, denkt der Betrachter, wenn er vor den Naturdenkmalen steht.

Linden findet man in der freien Landschaft, in Parkanlagen, Gärten und auf Dorfplätzen, wow sie über tausend Jahre alt werden können. Viele "Gedenklinden", deren Plfanzdatum ja meist bekannt ist, zeugen vom hohen Alter der einzelnen Prachtexemplare im Land. Lindenrinde enthält viel Bast, der früher in großem Umfang zum Binden in Gärtnereien verwendet wurde. Daher leitet sich auch der name ab: nordgermanisch "linda" bedeutet Binde.

Die Winterlinde blüht erst spät im Juni und Juli. Im Gegensatz zu vielen anderen heimischen Büumen, die durch den Wind bestäubt werden, erledigen dies bei der Linde Insekten. Deshalb summt und brummt es in den Linden zur Blütezeit. Die getrockneten Blüten werden gerne zur Zubereitung eines schweißtreibenden Tees verwendet und der Honig aus Lindenblüten, mmh, ein ganz besonders delikater Geschmack.

Ihr bizarres Erscheinungsbild verdanken die "Sieben Linden" ihrem Totholz. Die alten Bäume sind innen bereits ziemlich hohl. Totholz ist für alte Linden typisch und sieht nicht nur interessant aus, sondern ist auch ein wertvoller Lebensraum für viele Tierarten.

Totholz ist ein natürliches Ergebnis der Alterung von Gehölzen, kann aber auch bei jüngeren Bäumen durch Blitzschlag oder Windwurf entstehen.

Absterbendes und sich zersetzendes Holz ist ein besonderer Lebensraum für eine Vielzahl von Moosen, Flechten, Pilzen, Käfern, Schmetterlingen, Schnecken, Vögeln, Eidechsen und anderen Lebewesen. Es ist wichtig, dass Totholz in all seinen Variationen belassen wird, denn viele Arten sind spezialisiert auf stehendes, liegendes, zerfallenes oder nicht zersetztes, besonntes oder wiederum schattiges Totholz. Da sehr viele Insekten im Totholz leben, werden auch Vögel auf Nahrungssuche angelockt. Die Höhlungen bieten zudem Unterschlupf für Siebenschläfer, Fledermäuse, Waldkäuze und Hornissen.

Gründe für den Erhalt der Linden gibt es genug, zumal die "Sieben Linden" auch als beliebtes Ausflugsziel genutzt werden: "Ich träumt in ihren Schatten, so manchen süßen Traum . . ."
angü

Info: Weiteres hierzu und zu allen Naturdenkmalen Stuttgarts ist nachzulesen in der Broschüre "Naturdenkmale Stuttgart - Naturschätze vor der Haustüre" von Autorin Ulrike Kreh, Verlag Regionalkultur, 9,90 Euro, ISBN 3-89735-405-5.
Das Buch beschreibt die 44 schönsten und für jeden zugänglichen Naturdenkmale auf dem Gebiet der Landeshauptstadt.

Stuttgarter Wochenblatt vom 30.06.2005

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