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Stuttgarter Zeitung, 31.03.1999

Jubiläum in Luginsland

Am 30. März 1969 ist die neue Gartenstadtkirche in Luginsland eingeweiht worden. "In 30 Jahren hat sich wenig verändert'', sagt Pfarrer Martin Schmid zum kleinen Jubiläum. Seit Erbauung der Kirche wurde die Fassade saniert und das Innere freundlicher gestaltet.

Von Michael Werner

Bereits Anfang der 50er Jahre zeichnete sich ab, daß für ein geplantes Neubaugebiet in Luginsland die alte Gartenstadtkirche nicht ausreichen würde. 1956 erwarb die evangelische Gartenstadt- gemeinde die erste Fläche von gut 15 Ar zum Quadratmeterpreis von 12,50 Mark für den geplanten Neubau. Nachdem jahrelang Geld für den Neubau gesammelt worden war, fand im September 1967 die Grundsteinlegung statt.

Am 30. März 1969 wurde die Betonkirche dann mit einem Festgottesdienst von Landesbischof Erich Eichele eingeweiht. Seitdem wurde am Gebäude wenig geändert.

1983 wurde das durchgerostete Metall in der Außenfassade durch Kunststoff ersetzt. Von nun an unterlag die Farbe des Gebäudes nicht mehr den Wettereinflüssen. Bis zur Sanierung, so berichtet Pfarrer Martin Schmid, habe sich die Fassade aus Naturbeton bei Regen dunkel und bei Sonnenschein hell präsentiert.

Mitte der 80er Jahre wurde der Innenraum der Kirche freundlicher gestaltet. Bis dahin schmückte den Altarraum nur ein Metallkreuz vor einer gänzlich weißen Wand. Mit dieser Einrichtung, so Schmid, habe man "das pietistische Empfinden getroffen''. Schmid weiter: "1986 hat man es nicht mehr ausgehalten.''

Fotos: Enslin

An der weißen Wand wurden als Analogie zu einem Flügelaltar sieben farbige Bildtafeln angebracht, die neben der Arche Noah unter anderem mehrere Weinstöcke und Regenbögen zeigen. Die Karfreitagsthematik des Kreuzes werde nun mittels der Tafeln um österliche Hoffnung ergänzt, sagt Pfarrer Schmid. Die Gesamtzahl der Gottesdienstbesucher habe sich in den vergangenen 30Jahren kaum verändert, so der Geistliche. Weniger Gemeindemitglieder als früher sähen den Gottesdienstbesuch als eine Selbstverständlichkeit an. Dafür sei der Anteil derer, die sich spontan entscheiden würden, größer geworden. Schmid spricht von einer "erstaunlichen Kontinuität''.

Von außen betrachtet wirke seine Kirche "ein bißchen fremd in ihrer Umgebung'', sagt Martin Schmid. "Bei näherem Hinsehen ist sie jedoch anheimelnd und gemeinschaftsfördernd.'' Weil die evangelische Gartenstadtkirche vor 30 Jahren an einem Palmsonntag eingeweiht wurde, fand nun am vergangenen (Palm-)Sonntag, also zwei Tage vor dem eigentlichen Jubiläumstag, ein Festgottesdienst mit dem Prälat im Ruhestand, Gerhard Röckle, statt.

Rost nagt an der Gartenstadtkirche

08.08.2008 Untertürkheimer Zeitung

LUGINSLAND: Eisengitterstäbe in der Betonfassade des Hauptgebäudes müssen saniert werden - Geschätzte Kosten von über 100 000 Euro

Von Alexander Müller

Nicht der Zahn der Zeit, sondern vielmehr der Rost nagt an der Gartenstadtkirche. Die Außenfassade des Hauptgebäudes muss in den kommenden Jahren saniert werden. Die Eisengitter, die den Beton stabilisieren, rosten, teilweise sind große Stücke aus der Fassade gebröckelt. Bereits 1986 musste eine Sanierung am Kirchturm durchgeführt werden. „Mit Erfolg“, sagt Pfarrer Reinhard Mayr. Die Kosten werden auf über 100 000 Euro geschätzt .

Die evangelische Kirchengemeinde Luginsland zählt zirka 2300 Mitglieder. „Es ist eine sehr aktive und lebendige Gemeinde“, weiß Mayr. So finden immer wieder Krabbelgottesdienste oder auch die Kinderbibelwochen statt. Und mit im Schnitt 100 Gläubigen bei den sonntäglichen Gottesdiensten ist der Wert „für eine Stadtgemeinde sehr hoch“. Die Kirche hat einen festen Platz im Stadtteil.

Doch nun bröckelt sprichwörtlich die Fassade. Über die Jahre haben die Eisengitter, auf die der Beton der Kirche aufgetragen ist, und die die ganze Außenhaut der Kirche umschließen, begonnen zu rosten. Inzwischen sind vor allem am hinteren Teil des Hauptbaus einige handtellergroße Stücke aus dem Beton gebrochen. „Vermutlich wurde bei dem Bau der Kirche nicht richtig gearbeitet“, sagt Mayr. Denn obwohl erst 1968 erbaut, musste die gleiche Sanierung bereits 1986 am Kirchturm durchgeführt werden. Dabei wurde die Außenfassade komplett abgestrahlt, die rostigen Gitter ersetzt und ein neuer weißer Verputz aufgebracht. Denn das heutige Aussehen erhielt die Gartenstadtkirche erst bei der Sanierung. Zuvor bestand sie auf Wunsch des Architekten einzig aus sichtbarem Spritzbeton. „Die Kirche hat dadurch an Attraktivität gewonnen“, ist Mayr überzeugt. Zudem sind bislang keine neuen Schäden aufgetreten. Eine ähnliche Sanierung muss nun auch am Haupttrakt durchgeführt werden.

In den kommenden zwei bis drei Jahren muss spätestens begonnen werden. „Wenn wir länger warten, könnte die Statik verloren gehen und das Vorhaben noch erheblich teurer werden“, weiß Mayr. Auf bislang 100 000 bis 120 000 Euro werden die Kosten geschätzt. In Absprache mit dem Oberkirchenrat soll nun ein Gutachten über die genauen Kosten aufklären und ein Finanzierungsplan erstellt werden. Bei der Finanzierung hofft Mayr auch auf die Unterstützung der Gemeindemitglieder.

Solaranlage angedacht

Unter dem Motto „Fit für die Zukunft“ soll daher für Spenden geworben werden. Schließlich sei ein reines Bauvorhaben nicht sehr attraktiv, weiß Mayr. „Man sieht nicht so viel wie zum Beispiel bei einem Neubau für einen Kindergarten“. Deshalb kann er sich zusammen mit dem Kirchengemeinderat vorstellen, in das Sanierungskonzept auch noch weitere Bestandteile mit aufzunehmen. Im Raum stehe eine alternative Energiegewinnung. In Zeiten der steigenden Energiepreise und der Feinstaubdiskussion wäre es ein finanziell lukrativer und richtungsweisender Schritt. „Das Flachdach der Gartenstadtkirche, das in Richtung Süden gewandt ist, wäre ein idealer Standort für eine Solaranlage“, ist Mayr überzeugt. So könnte sich über die Jahre hinweg eine Investition sogar zu Teilen selbst tragen. Einen optischen Nachteil sieht er in den Solarzellen nicht, schließlich sind diese von den Kirchgängern überhaupt nicht zu sehen


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